CO2-Bepreisung in Deutschland: Implizite CO2-Preise müssen berücksichtigt und angeglichen anwerden

Deutschland wird seine Emissionsreduktionsziele in den Sektoren, die nicht durch das europäische Emissionshandelssystem (ETS) abgedeckt sind, in 2020 verfehlen. Grundsätzlich ist es erst einmal kein Problem, wenn unterschiedliche Sektoren unterschiedlich zur Emissionsreduktion beitragen. Dem Klima ist es egal, aus welcher Quelle CO2 und andere Treibhausgase in die Atmosphäre gelangen – alleine die absolute Menge zählt. Daher setzt effizienter Klimaschutz voraus, dass die Emissionsreduktionen dort stattfinden, wo es am günstigsten ist.

Ein einheitlicher Preis für CO2 und andere Treibhausgasemissionen, wie er im ETS existiert, ist dafür die Voraussetzung. Dann werden nämlich genau alle Emissionen eingespart, bei denen die Vermeidung günstiger als der CO2-Preis ist. Dies bedeutet, das bei der Einführung eines deutschen CO2-Preises die existierenden Preise im ETS sowie die aus der deutschen Energiesteuer resultierenden impliziten Preise berücksichtigt, angerechnet und beziehungsweise korrigiert werden müssen. Während derzeit im EU ETS CO2 zu einem Preis von 26 Euro je Tonne gehandelt wird, ergibt sich außerhalb des EU ETS eine große Bandbreite von impliziten CO2-Preisen.  Tabelle 1 gibt für verschiedene Güter einen Überblick über den CO2-Ausstoß, die Besteuerung sowie die daraus resultierenden impliziten CO2-Preise.

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